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11.
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Auf Schusters Rappen

Ein übereifriger Hahn weckt die Gruppe und bewahrt sie davor, von Ricarda und Alriksei mit einen Schwall Wasser aus dem Bett geschwemmt zu werden. Das verschmitzte Pärchen hat bereits alles für einen frühen Aufbruch vorbereitet und da Bolgar bereits vorgegangen ist, verbringt man nicht mehr viel Zeit im Gasthaus.

Bei der Abreise wird deutlich, dass die anderen Partien kein dermaßen leichtes Spiel haben. Janko Ragaschoff brodelt vor sich hin wie ein ausbruchsbereiter Vulkan, nachdem er erfahren hat, dass der Gehilfe der seine Tiere im Auge behalten sollte, seiner Aufgabe nur bedingt nachgekommen ist. Das, mit Bolgar vor dessen Abreise geführte Gespräch, hat ihn natürlich nicht beruhigt. Dem Zwerg gefiel es sichtlich, dem aufgebrachten Norbarden keine große Hilfe zu sein.

Nach einiger Zeit auf der Straße, holen die Helden den Ingerimmssohn schließlich ein und die Reise wird gemeinsam fortgesetzt. Als die Gruppe den Wagen im Straßengraben erreicht, entschließen sie sich dazu, in bester rhondragefälliger Manier, den Status Quo wiederherzustellen und für alle Teilnehmer des Turniers ähnliche Ausgangsbedingungen zu schaffen. Kurz gesagt, sie zerren das Gefährt wieder auf die Straße. Auf Alrikseis Bitte hin unterlassen sie es dann aber, die Räder oder Achsen zu beschädigen. Das wäre dann doch zu viel des Guten gewesen.

Nach einer Weile stellt Bolgar fest, dass die tapfere Reisegruppe verfolgt wird. Es scheint sich um ein felliges Wesen zu handeln, das in einigem Abstand auf der Straße folgt und sehr auf seine Verborgenheit bedacht ist. Diverse Geschichten über unangenehme Kreaturen in der Gegend, die Lugwin gerne zum Besten gibt, sind der Hauptgrund für die Entscheidung, die Wesenheit nicht anzusprechen. Tatsächlich gibt es keine Zwischenfälle dieser oder anderer Art mehr, bis die Gruppe das Gasthaus zur Axt erreicht.

Dort werden sie überaus freundlich empfangen und lassen es sich mehr als gut gehen. Die Familie des Besitzers zeigt ihren Dank über die Befreiung aus den Händen der Geiselnehmer und die Rettung vor dem gefürchteten Wolftopus mehr als deutlich.

Es dauert eine ganze Weile, bis die anderen Teilnehmer endlich eintreffen, einer erschöpfter als der andere. Janko Ragaschoff verkörpert die menschliche Version des Wortes &angepisst&, als er durch die Tür tritt, der Besitzer des Hundeschlittens ist nicht viel fröhlicher. Die Schitzin Jadviege sieht überaus mitgenommen aus, wahrscheinlich von ihrem Knappen, denn alleine hätte sie es sicher nicht bis hierher geschafft.

Der Abend verläuft bedeutend ruhiger als der vorherige und fast alle begeben sich früh zu Bett. Bolgar verbringt die Nacht wieder im Stall und versorgt die Tiere, einschließlich der Schlittenhunde, die den kurzbeinigen Wurstlieferanten ins Herz geschlossen haben - oder zumindest in den Magen. Endlich einmal ein paar Wesen mit denen der Zwerg sich gut versteht.

Während die Helden also den Abend verbringen, mal fröhlicher, mal melancholischer, ist vom Druck des Turniers mehr zu spüren als in den vergangenen Tagen. Der weitere Verlauf des Abenteuers verspricht auf jeden Fall interessant zu werden.

Erstellt von admin
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